Interview mit Extremsportler Wolfgang Fasching

16. April 2015

„Du schaffst was du willst“ – mit mentaler Stärke zum Erfolg. An seine Grenzen ist Wolfgang Fasching in seinem Leben mehr als nur einmal gegangen. Der dreifache Race Across America Sieger und Mount Everest Bergsteiger ist ein Ausnahmetalent des Extremsports. Mit uns sprach der gebürtige Bad Radkersburger (Straden) über das Thema Regeneration nach dem Sport, die Konzentration auf das Wesentliche und erzählte uns über seine Eindrücke der Region Bad Radkersburg.

Welchen Stellenwert hat Regeneration für Sie als Extremsportler?

Regeneration ist für mich einfach ein Teil des Trainings. Einen körperlichen aber auch geistigen Abstand zum täglichen Intensivtraining gewinnen. Damit meine ich aber nicht sich mit einer Flasche Coca Cola und einer Packung Chips auf die Couch zu begeben (lacht). Entspannende Bewegung wie mit dem Hund im Wald spazieren zu gehen oder Schwimmen bedeutet für mich bewusste Regeneration, die aber jeder persönlich für sich finden muss. Und mit ein bisschen Abstand gewinnt man auch wieder einen neuen oder anderen Blick auf viele Dinge.

Gerade als Extremsportler gelangt man ja sicherlich oft seine Grenzen. Wie schaffen Sie es immer wieder sich zu motivieren weiter zu machen?

Ein Ziel kann man immer nur Schritt für Schritt erreichen – das ist auch im Extremsport so. Und diese Ziele müssen schon während der gesamten Trainingsvorbereitung verankert sein. Dafür bedarf es einem professionellen Team, denn alleine schafft man das nicht. Es geht um die Kraft der Bilder im Kopf, ums positive Denken aber auch um klare Visionen. Die emotionale Ebene muss man sich hier bewusst machen, man muss auf Kleinigkeiten achten, die für viele von uns schon selbstverständlich sind. Nimmt man diese schönen Eindrücke bewusst wahr kommt es zu einer Aneinanderreihung guter Gefühle und das bedeutet glücklich zu sein mit dem was man tut.

Haben Sie einen Motivationstipp für Hobbysportler?

Alles was Freude macht, ist meiner Meinung nach schon Motivation genug. Gerade in den Anfangsphasen des Sports ist es oft leichter dies mit Freunden und Bekannten zu teilen. So macht täglicher Sport gleich doppelt Spaß und man motiviert sich eher dazu Bewegung zu machen, als alleine. Man kann sich auch eine sogenannte Highlightliste erstellen in der man niederschreibt welche Ereignisse am Tag des Trainings schön waren. Das Bewusst-Machen der vielen schönen Dinge im Leben, die somit zum Ziel führen. Wichtig ist es aber immer sich sportlich dort abzuholen wo man gerade ist und nicht dort wo man schon sein möchte. Kurze Sporteinheiten und Step by Step lautet hier die Devise.

Sie sind ja gebürtiger Stradner aus der Region Bad Radkersburg. Haben Sie hier ein Lieblingsplatzerl?

Die Region punktet mit so vielen schönen Eindrücken, da gibt es mehrere Lieblingsplätze. Es hat ja auch immer mit dem Wohlfühlfaktor zu tun, dort wo man sich wohlfühlt findet man es ja automatisch schön. Die Radregion rund um Klöch beispielsweise oder auch das südoststeirische Hügelland faszinieren mich. Durch die Vielfalt der Region kannst du dir als Sportler die Trainingsintensität einfach aussuchen. Und das milde Klima hier im Süden lockt mehr als anderswo zu tollen Outdoor-Aktivitäten. Rund um die Region Bad Radkersburg bin ich in etwa schon 400.000 km per pedales unterwegs gewesen (lacht).

 Warum haben Sie sich für den Radsport entschieden?

Weil es einfach geil ist. Ich habe es nicht gesucht, sondern einfach gefunden.

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