Warum sich Fasten lohnt

27. Februar 2020

Im Überfluss der Zeit braucht unser Körper eine Auszeit von all den leckeren, aber auch teilweise sehr fettreichen Speisen. Wann würde dies besser funktionieren als in der vorösterlichen Fastenzeit?

„Fasten statt feiern“ heißt es seit gestern wieder für viele Menschen im Land. Auf die unbeschwerte Faschingszeit folgt die für viele doch etwas beschwerlichere Fastenzeit – gilt es hier doch, bewusst auf etwas zu verzichten, das man sonst sehr gerne in seinen Lebensalltag integriert. Manche zünden sich 40 Tage lang keine Zigarette an, lassen das Achterl Wein am Abend weg, nehmen den Autoschlüssel seltener in die Hand oder verzichten ganz bewusst auf Online-Shopping oder Netflix. Den Varianten des Fastens sind in ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. So kann immerhin jede und jeder selbst bestimmen, wie leicht er oder sie es sich mit dem Verzicht macht. Fakt ist aber auch: Fasten liegt im Trend. Nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch, weil immer mehr Umwelteinflüsse (Stichwort Smartphone & Co.) auf uns hereinprasseln und uns daher ein bewusster Verzicht auf etwas Bestimmtes nicht nur guttut, sondern das Leben auch leichter macht. Manche sprechen sogar von einer inneren Reinigung von Körper, Geist & Seele. Digital Detox (also der bewusste Verzicht auf das Smartphone oder andere elektronische Devices, wie es so schön heißt) ist zum Beispiel etwas, das im Jahr 2020 viele ausprobieren möchten. Schauen wir doch im Durchschnitt rund 84-mal pro Tag auf’s Handy. Eindeutig zu viel, oder? Denken wir mal anders herum: Wenn man nicht 84-mal das Display entsperrt, sondern vielleicht nur 42- oder 21-mal oder überhaupt gar nie am Tag (und damit auch nicht bei den zehntausend WhatsApp-Gruppenchats hängenbleibt, von denen ohnehin nur ein Bruchteil relevant ist), dann gewinnt man doch automatisch viel Zeit, die man wiederum für andere wichtige oder auch unwichtige Dinge investieren kann. Zum Beispiel, um mal raus in die Natur zu gehen und das Zwitschern der Vögel hautnah zu hören (und nicht nur über die Wecker-App am Smartphone). Oder um zu uns in die Parktherme zu kommen natürlich. 😉 Aber ganz im Ernst: Bewusstes Fasten schließt also zwar für 40 Tage eine Tür, macht dafür aber zeitgleich viele andere auf – und daher auch glücklicher, zufriedener und vor allem gesünder.

Raus in den Frühling: Die Fastenzeit bietet sich ideal dafür an, der Natur beim Aufblühen zuzuschauen.

Das klassische Nahrungsfasten (in welcher Form auch immer) ist daher weiterhin die beliebteste Variante, auf etwas zu verzichten. Weniger Fleisch, weniger Fett, weniger Salz und Zucker und weniger von all dem, was sonst noch alles dick macht oder ungesund ist, steht bei vielen ganz oben auf der Prioritätenliste. Dem Körper tut es jedenfalls gut und es schärft (zumindest von Montag bis Samstag) auch das Bewusstsein für den eigenen Lebensstil und seine (angelernten?) Gewohnheiten (Stichwort Junk Food und schnell mal nach dem langen Arbeitstag noch einen Burger runterschlingen). Fasten ist daher nicht nur ein Verzicht auf spezielle Lebensmittel oder ungesunde Gewohnheiten, sondern vielmehr auch eine gesundheitliche Wohltat für unseren gesamten Organismus.

Der Verzicht auf kalorienhaltiges Essen zugunsten von regionalem Obst und Gemüse ist nicht nur gesund für den Körper, sondern sorgt auch für einen bewussteren Umgang mit den eigenen Nahrungsgewohnheiten.

Die Gründe liegen auf der Hand. Der Verdauungsapparat und die inneren Organe werden durch leichte Nahrung merklich entlastet. Stoffwechsel und Organe können sich regenerieren, was wiederum beim Entschlacken und Entgiften hilft. Außerdem werden 20 bis 40 % der täglichen Kalorienzufuhr eingeschränkt, sodass wir uns auch beim Abnehmen leichter tun. Viele Menschen essen zu große Mengen aufgrund von Zeitmangel (Sättigung übergangen) oder auch zu wenig Schlaf (was wiederum vermehrtes Hungergefühl auslöst). Das wird durch bewusstes Fasten umschifft. Außerdem ist Fasten wirkungsvoll in der Vorbeugung von Stoffwechsel- und neurodegenerativen Erkrankungen (Nerven) wie Übergewicht/metabolisches Syndrom und den damit verbundenen kardiovaskulären Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.). Auch Demenz oder M. Parkinson sowie zahlreichen Krebsarten wird effektiv vorgebeugt – und klar: Der ganze Fett- und Zuckerstoffwechsel wird verbessert. Damit einher geht auch eine Steigerung unserer Lebensqualität, weil wir uns einfach besser fühlen. Wer’s nicht glaubt, einfach ausprobieren. Auch bei uns in der Parktherme kommen in der Fastenzeit zahlreiche regionale Schmankerl auf den Tisch, damit das Fasten leicht von der Hand geht. Wir wünschen gutes Gelingen! 🙂

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