Risikofaktoren Gefäßerkrankungen

Nikotinkonsum, Übergewicht, erhöhte Blutfette, vermehrter Alkoholkonsum, Zuckerkrankheit und fettreiche Ernährung gehören seit langem zu den bekannten Risikofaktoren, die eine frühzeitige Verfettung und Verkalkung – Arteriosklerose der Gefäße mit sich bringen.

Ein weiterer Risikofaktor ist der hohe Blutdruck, der häufig schlecht oder nicht eingestellt, ebenfalls zu dieser Erkrankung und somit Gefahr für Schlaganfall und Herzinfarkt beiträgt.

Auswirkungen von erhöhtem Homocystein und schlechtem Cholesterin

Neuere Forschungen haben nun ergeben, dass bei einem Überangebot der Aminosäure Homocystein zusammen mit dem schlechten Cholesterin – LDL sogenannte Schaumzellen entstehen können, die im weiteren Verlauf typische Gefäßveränderungen mit Einlagerungen von Fett und Bindegewebe mit sich ziehen und letztendlich die Entwicklung von sogenannten fibrösen Plaques bewirkt. Diese fibrösen Plaques treten bei frühzeitiger Arteriosklerose auf, wobei das Überangebot von Homocystein meist durch einen Folsäure bzw. einen Vitamin B6- und B12-Mangel entsteht, andererseits durch zu fette Kost der LDL-Wert mit über 130 mg/dl für das Gefäß gefährlich werden kann. In der Schwangerschaft, nach Operationen, bei chronischem Alkoholkonsum und Stress erhöht sich ebenfalls der Homocysteinwert.

Wissenschaftliche Studien, die zuletzt auch als epidemiologische Studie am Landeskrankenhaus Bad Radkersburg sowie im Kurzentrum der Parktherme Bad Radkersburg durchgeführt wurden, zeigen, dass vor allem Menschen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr durch falsche gemüse- und obstarme Ernährung zu wenig Folsäure sowie Vitamin B6 und B12 zuführen. Daneben spielt die fettreiche Kost, aber auch Nikotin eine wesentliche Rolle.

Gefäßkiller

Eine klinische Untersuchung ergab den eindeutigen Nachweis, dass bei Menschen, die ein LDL von über 130 mg/dl aufwiesen und gleichzeitig einen Homocysteinwert von über 12 µmol hatten, besonders hohe oxidative Stresswerte zeigten. Bei gleichzeitigem Nikotingenuss verdoppelte sich das Risiko, sodass die Konstellation erhöhtes Homocystein im Blut, erhöhtes LDL, Nikotinabusus und erhöhter oxidativer Stress als die Gefäßkiller schlechthin zu bezeichnen sind.

Behandlung

Als Behandlung gilt für diese Menschen neben einer absoluten Umstellung der Essgewohnheiten auch eine entsprechende Behandlung mit blutfettsenkenden Medikamenten, Gabe von Folsäure und Vitamin B6 und B12 sowie absoluter Nikotinverzicht.

Kontakt:
Prim. Dr. Bernhard Zirm
Internist/Allgemeinmedizin, Leitung Magnesiumforum Bad Radkersburg
Vita med Gesundheitszentrum der Parktherme Bad Radkersburg
Alfred Merlini-Allee 7
8490 Bad Radkersburg
T: 03476 / 3403

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