Rheuma und Vitamine

Seit längerer Zeit wissen wir, dass freie Sauerstoffradikale und oxidativer Stress eine wesentliche Rolle bei der Entstehung chronischer Entzündungen spielen. Die moderne Medizin hat im Bereich des rheumatischen Formenkreis sowohl bei abgenützten Gelenk (Arthrose) oder bei entzündlichen Gelenkserkrankungen (Arthritis) im letzten Jahrzehnt einen wesentlichen Schritt nach vorne gemacht und in Diagnostik, vor allem aber in Therapie neue Ansätze zur Behandlung geschaffen. Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste rheumatische Erkrankung und betrifft ca. 0,8 % der österreichischen Bevölkerung. Vor allem das weibliche Geschlecht ist weitaus häufiger betroffen. Chronische Schmerzen, zunehmender Funktionsverlust der Gelenke und die Folgen für den Patienten beinhalten eine hohe Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Einschätzung der Krankheitsaktivität erfolgt nach rheumatologischen Kriterien – Anzahl der schmerzenden und/oder geschwollenen Gelenke sowie die Veränderungen des Gelenks am Röntgenbild. Nicht immer spielen im Verlauf der Erkrankung die Entzündungsparameter eine Rolle, viel wichtiger ist die Lebensqualität (quality of life). Die Patienten möchten in ihren Grundfunktionen den Bedürfnissen im täglichen Leben nachgehen, um lange Zeit möglichst schmerzfrei ohne Pflegehilfe leben können.

Es gibt eine große Anzahl von Medikamenten, die diese Menschen nicht nur mit rheumatoider Arthritis sondern mit vielen Erkrankungen wie Morbus Bechterew oder Vasculitis einnehmen müssen. In den letzten Jahren haben sich vor allem die sogenannten Biologika als neue Therapieoptionen erwiesen, die in Kombination mit anderen bewehrten Medikamenten wie Methotrexat (MTX) eingenommen werden müssen. Daneben ist auch eine analgetische bzw. antiphlogistische also abschwellende Therapie notwendig. Neben den herkömmlichen NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) haben sich die Coxibe einen hohen Stellenwert verdient, da sie weitaus weniger Beeinträchtigungen im Magen-Darm-Bereich verursachen.

Wie bereits oben erwähnt haben alle chronisch entzündlichen Erkrankungen, wie Gelenkserkrankungen auch ein hohes Maß an Produktion von oxidativen Stress. Diese Sauerstoffradikale führen letztlich mit zu einer Knorpeldestruktion und Veränderung des Gelenks bei Osteoarthrose (Abnützung) der Gelenksfläche. Durch eine Vielzahl immunologischer Faktoren und Bildung von Stoffen, die für den Schmerz verantwortlich   sind, kommt es letztlich zur Bewegungseinschränkung und Schmerzzuständen. Hier hat sich der Einsatz von Vitamin E, zusammen mit Vitamin C als günstig erwiesen, da man obwohl man weiter auch Schmerzmedikamente braucht, eine gewisse Einsparung dieser bei vielen Patienten sehen kann. Überhaupt ist eine vitaminreiche antioxidative Kost, also viel Obst und Gemüse bei rheumatischen Erkrankungen anzuraten; unserer Meinung ist ein täglicher Fleischkonsum nicht ratsam.

In diesem Zusammenhang ist auf die im Mai 2003 errichtete Rheuma-Ambulanz im LKH Bad Radkersburg, Abteilung für Innere Medizin zu verweisen, die Sie durch Anmeldung im Sekretariat der Abteilung unter T: +43 (0) 3476 / 2401-3101 über Ihren Facharzt oder Hausarzt auf Terminbestellung aufsuchen können.

Entzündlich rheumatische Erkrankung

Patient

Grundlagenforschung

Behandlung

Autoimmunität
Risikofamilien
Erbmerkmale
Mutation
Konstellation
Umwelt
Immunpathologie
Zytokine
TNF
Interleukin
ProstaglandinE
Metalloproteinasen
RANKL

Basistherapeutika
Antiinflammatorisch
Analgetisch
Antikörper
Rezeptorblockade
Biologica
TNF Alpha-Blocker
IL1 Blocker
Immunmodulatoren
Antimalariamittel
D Penicillamin
Goldtherapie
MTX
Azathioprin
Ciclosporin
NSAR
Coxibe
Analgetika
Cortison
Physiotherapie
Psychotherapie

Lebensqualität

Kontakt:
Prim. Dr. Bernhard Zirm
Internist/Allgemeinmedizin, Leitung Magnesiumforum Bad Radkersburg
Vita med Gesundheitszentrum der Parktherme Bad Radkersburg
Alfred Merlini-Allee 7
8490 Bad Radkersburg
T: 03476 / 3403

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