Skip to main content

Schreiben Sie uns doch einfach eine E-Mail:
info@parktherme.at

So erreichen Sie uns telefonisch:
+43 3476 2677-0

Oxidativer Stress und Vitamine

Die Theorie des Alterns

Bereits in den fünfziger Jahren postulierte Prof. Dr. Denham Harman die Theorie des Alterns durch freie Radikale und bewies, dass Alterungsprozesse auf Auswirkungen von freien Radikalen beruhen. Zu dieser Zeit war bereits bekannt, dass ionisierende Strahlen wie Röntgenstrahlen die Entstehung von sogenannten Hydroxylradikalen verursachen. Harman wies nach, dass die gleichen Vorgänge in unserem Stoffwechsel stattfinden. Diese Entdeckung von Harman war letztlich bahnbrechend für die Zukunft der Sauerstoffradikalforschung.

Mit dem Sauerstoff haben sich die Lebewesen auf einen heiklen Stoff eingelassen, dem gegenüber alle Nahrungssubstanzen wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette instabil sind. Die stark verdünnte Sauerstoffkonzentration in unserer Luft lässt uns vergessen, dass reiner Sauerstoff hoch explosiv ist. Das sind auch die Gründe dafür, warum unsere innere Chemie scheinbar umständlich mit ihm umgeht. Würden wir reinen Sauerstoff in unsere Blutbahn bringen, wäre dies für uns das sichere Ende.

Sauerstoff im menschlichen Körper

Für uns sind nicht die Sauerstoffmoleküle, sondern ihre Energie wichtig. Der Sauerstoff wird als Gefahrengut verpackt und zu den Kraftwerken, die in unseren Zellen als Mitochondrien bekannt sind, transportiert. Mitochondrien sind letztlich Kraftwerke, verglichen mit Kernkraftwerken, wobei auf komplizierte Weise dem Sauerstoff seine Energie vor Ort entzogen wird. Der Energiegewinn wird in einem Akku als ATP (Adenosintriphosphat) abgegeben. Nach dem Transport bleibt Wasser übrig. Es gibt eine Reihe von Enzymen wie zum Beispiel die Glutathionperoxidase und Katalase, die den Sauerstoff unterwegs bewachen bzw. entstehende Radikale neutralisieren. Wenn diese Enzymkontrolle nicht mehr vorhanden ist bzw. zu wenig Antioxidantien der Zelle und dem Organismus zur Verfügung stehen, entstehen vermehrt Sauerstoffradikale.

Als Beispiel dient die Verbrennung von Zucker (Glucose). Diese Verbrennung verläuft im Prinzip nach der Gleichung:

Glucose + Sauerstoff = Kohlensäure + Wasser.

Glucose verbrennt also, oxidiert mit Hilfe von Sauerstoff zu Kohlensäure und Wasser. Dabei wird Energie in Form von Wärme frei. Bis aber die Glucose und der Sauerstoff zu Kohlensäure und Wasser umgewandelt werden bedarf es verschiedener Zwischenschritte, die von Enzymen überwacht werden. Bei der Reduktion des Sauerstoffs treten Elektronen auf, die instabil sind und aggressive Zwischenprodukte bilden. Diese Aggressivität besteht darin, dass diese Radikale sich schnell mit vielen Stoffen in ihrer Umgebung verbinden. Diese Reaktionen können zum Beispiel mit Aminosäuren oder Fettsäuremolekülen basieren. Durch die neue Verbindung von Radikal und Molekül entstehen Kettenreaktionen, die biologisch für den Körper wertlos, aber äußerst gefährlich sein können.


Vitamine: Radikalfänger - Antioxidantien

Neben den Enzymen, die solche aggressiven Substanzen abwehren können, gibt es einen weiteren Freund des Organismus, nämlich die antioxidierend wirkenden Vitamine. Diese Stoffe kann man mit dem Oberbegriff Radikalfänger oder Antioxidantien ausstatten. Im englischen Sprachgebrauch heißen diese Antioxidantien   Scavenger, wodurch ihre Funktion treffend beschrieben als Aasgeier definiert sind.

Durch erhöhte Radikalbildungen im Organismus entstehen freie Radikale und damit oxidativer Stress.

Oxidativer Stress kann durch äußere Faktoren wie Umweltverschmutzung, aber auch durch innere Faktoren wie Krankheiten entstehen, diese aber auch selbst auslösen. Jede Energieeinwirkung wie Hitze und Sonne, körperliche Belastung, ein Übermaß an Medikamenten, Chemikalien lösen Gegenregulationen des Körpers aus. Zuerst versucht der Körper sein antioxidatives Schutzsystem durch gesteigerte Bildung von Enzymen zu verstärken. Mäßige und sich wiederholende Radikalsteigerungen tragen einerseits zur Stabilisierung der Abwehr und damit der Gesundheit bei. Als Beispiel dafür sei die sportliche Aktivität, das Gehen in die Sauna oder die Bewegung in frischer Luft genannt. Der Körper wird hier gegen Umweltbelastungen resistenter, sein Immunsystem festigt sich und der Nutzeffekt liegt klar auf der Hand. Bei chronisch belastenden Faktoren verschiebt sich jedoch das Bild, der Bedarf an Antioxidantien sowie anderen Nährstoffen wie Mineralien kann nicht mehr gedeckt werden und Krankheiten sind vorprogrammiert. Durch dieses Ungleichgewicht zugunsten der freien Radikale entstehen letztlich Krankheitsbilder, die unsere Gesundheit gefährden und ein vorzeitiges Altern bewirken. Die Problematik, die sich heutzutage ergibt, erscheint einerseits durch die tägliche Belastung durch Arbeit, Umwelt, Familie und Freizeit gegeben, andererseits durch die oft falsche Lebensweise mit häufig zu geringem Konsum von frischem Obst und Gemüse als Lieferant wesentlicher Antioxidantien. 

Zu diesen wichtigsten Antioxidantien gehören

  • Vitamin C und E
  • natürliche Karotinoide wie Lutein, Xanthin, Lycopin
  • Pflanzeninhaltsstoffe wie Bioflavonoide und Polyphenole, Traubenkern (OPC), Mineralstoffe
  • Spurenelemente wie Selen, Zink
  • Aminosäurenkomplexe wie Glutathion, Magnesium, Kalzium
  • Inhaltsstoffe aus Broccoli und Karfiol wie zum Beispiel Folsäure
  • B-Vitamine

Eiweiße und Fette im Organismus

Die Tatorte und damit die schädigenden Plätze im Organismus liegen vor allem bei Eiweißen, Fetten sowie letztlich bei der Erbsubstanz unseres Körpers.

Wenn ein Eiweiß oxidiert, wird es oftmals als Müll oder Rost in der Zelle deponiert und von entsprechenden Enzymen, die eiweißspaltend als eiweißabbauend wirken, weggeräumt. Der Rest dieses Rostes oder Müll bleibt lebenslang liegen.
Als Beispiel dafür ist das sogenannte Alterspigment Lipofuszin zu erwähnen, welches sich in der Haut aber auch in anderen Stellen des Körpers ablagert.

Am häufigsten sind die Fette von den Angriffen der freien Radikale betroffen. Ähnlich wie bei Proteinen, die aus den Bausteinen der Aminosäuren bestehen sind die Fettsäuren die Bausteine der Fette. Jedes Organ, jede einzelne Zelle wird von einer fetthaltigen Membran umhüllt. Auch die wichtigen Nervenzellen werden von solchen Strukturen geschützt. Wenn es zu einer Radikalbildung von Fetten kommt, können diese durch ein Enzym, in dem Fall die Glutathionperoxidase abgefangen werden. Diese Peroxidase benötigt zum Beispiel das Spurenelement Selen. Als weiteres Beispiel ist das Cholesterin zu erwähnen, welches bekanntlich bei einer Laborbestimmung auch als Untergruppen dem guten also HDL-Cholesterin und schlechtem LDL-Anteil besteht. Ist nun der Cholesterinanteil laborchemisch im Blutserum zu hoch und der LDL-Anteil über 130 mg/dl können sich durch Oxidation sehr leicht sogenannte Ox-LDL-Anteile bilden und gemeinsam mit Homocystein sogenannte Schaumzellen entwickeln. Diese Schaumzellen sind fettreich, verursachen mit anderen Faktoren Verdickungen in der Gefäßwand, bilden sogenannte fibröse Plaques und sind damit die Grundlage zur Entstehung der Arteriosklerose. Diese Zusammenhänge sprechen für eine Kost mit hohem Obst- und Gemüseanteil, da hierdurch Folsäure zugeführt wird. Vitamin B 6 und Vitamin B 12 scheint im Homocysteinmetabolismus wichtig zu sein, so dass eine Gabe von Folsäure als Medikament nur in Kombination mit Vitamin B 6 und B 12 effektiv wirkt.

Als weiteres Beispiel dient die Lagerung von Fett bzw. Ölen. Öle werden schnell ranzig und sollten nicht lange gelagert bzw. richtig gelagert werden. Ranziges Fett darf grundsätzlich nicht verwendet werden, denn es enthält sehr viele Sauerstoffradikale. In verschiedenen Naturkostläden werden heute bereits spezielle Antioxidantien bzw. Vitamin E den Fetten und Ölen zugeführt, damit die Haltbarkeit länger gegeben ist. Ähnlich wirkt auch Vitamin E als Zusatz bei Margarine. Auch erscheint es wesentlich, dass insgesamt reduzierter Fettkonsum - das Angebot an Nahrungsfett aus einem Drittel einfach ungesättigten Fett (z. B. Olivenöl), einem Drittel mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Margarine, Linolsäure, Lachs etc.) und höchstens einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren also tierischen Fett - besteht.

Unsere Erbsubstanz

Als letzter Tatort bzw. Angriffspunkt sei aber auch die Erbsubstanz erwähnt. Es gibt viele Reparaturenzyme, die geschädigte Bruchstücke aus dem Erbmaterial durch intakte Materialien ersetzen. Es spielen Selen und Vitamin E dabei eine wichtige Rolle, kommt aber der Körper sowie das antioxidative System wie zum Beispiel bei einem Antioxidantienmangel diesem Reparaturmechanismus nicht mehr nach, steigt das Risiko, dass aus fehlerhaften Genen krankhafte oder gar krebsfördernde Veränderungen hervorgehen. Die Erbsubstanz lässt sich im Zellkern noch relativ leicht reparieren. Die kleinen Energiekraftwerte, also die Mitochondrien sind allerdings irreparabel. Besteht eine Schädigung werden leichte „Radikalkanonen“ in den Mitochondrien installiert, diese produzieren vermehrt Rost und Müll als freie Sauerstoffradikale, die wiederum in Kettenreaktionen (wie früher beschrieben) für den Körper belastend sind, gleichzeitig kommt es zu vermehrten Krankheiten, Abwehrschwäche, aber auch zu vorzeitigem Altern.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wichtige Vitamine (Vitamin C, E, Betakarotin etc.) und Enzyme wie Spurenelemente und Mineralstoffe, aber auch die gesunde Lebensweise dafür verantwortlich sind, inwieweit der Körper mit oxidativen Stress belastet ist und welche Maßnahmen bei erhöhtem oxidativen Stress zu ergreifen sind, um dieses System für den Körper, letztlich für die Gesundheit positiv zu ändern.


Ihr persönliches Anti-Aging-Profil

Der oxidative Stress kann erstmals unter Praxisbedingungen für jeden Menschen kostengünstig gemessen und damit wirksam erfasst werden. Bei einer Messung sieht man inwieweit der Körper durch Sauerstoffradikale überlastet und damit einer erhöhten Gefahr von Krankheit und vorzeitigem Altern ausgesetzt ist.

Wir messen Ihren oxidativen Stresslevel im Institut für Lebensstil-Medizin im neuen Vita med Gesundheitszentrum der Parktherme!

Kontakt:
Prim. Dr. Bernhard Zirm
Internist/Allgemeinmedizin, Leitung Magnesiumforum Bad Radkersburg
Vita med Gesundheitszentrum der Parktherme Bad Radkersburg
Alfred Merlini-Allee 7
8490 Bad Radkersburg
T: 03476 / 3403

per E-Mail anfragen

Ich bin wie ich bin: für viele das Beste

Die Geschichte von der Bad Radkersburger Thermalquelle, die auszog, sich selbst zu ergründen.

Buch bestellen